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Seit 20 Jahren ist er ehrenamtlich als Malkursleiter im Überruhrer Kurt-Schumacher-Zentrum der AWO tätig: Karl Ludwig Ahlborn, den man wegen seiner Vorliebe für Aquarellmalerei in Malerkreisen auch schon mal mit dem berühmten Carl Spitzweg vergleicht. Einmal wöchentlich (montags) kommt er ins Haus, um mit malbegeisterten Bewohnern einen entspannten Nachmittag mit Musik und Farbe zu verbringen. Dabei ist es ihm nicht wichtig wie gut jemand malen kann, denn er hat das Talent, jeden nach seinen Fähigkeiten zu fördern und zu unterstützen. Jetzt richtet das Team des Kurt-Schumacher-Zentrums in Überruhr eine Ausstellung aus, in der noch bis Ende Juli am Rüpingsweg 51 viele seiner kleinen Aquarelle zu bewundern sind.

Ausstellung läuft noch bis Ende Juli

Und um sein nicht alltägliches Engagement für das Haus und seine Bewohner zu würdigen, feierte man eine Vernissage mit Kaffee, Kuchen und Live-Musik, zu der viele Gäste und Freunde des Künstlers gekommen waren; als Ehrengast Marianne Struwe, eine Malkursteilnehmerin der ersten Stunde.

Wie sind Sie zu dem Ehrenamtseinsatz im Seniorenzentrum gekommen?
Karl Ludwig Ahlborn: Im Julius-Leber-Haus der AWO in Kray habe ich selbst in einem Kurs das Malen erlernt. Dort habe ich dann auch Aquarelle ausgestellt und ich wurde gefragt, ob ich das nicht auch in Überruhr machen könnte. Das habe ich im Jahr 2000 umgesetzt und im Februar 2002 habe ich eine Einführung in die Aquarellkunst in Überruhr angeboten. Im „Kurt“ betand damals schon ein Malkreis, geleitet von einer Studentin. Sie musste allerdings die Kursleitung aufgeben und dann habe ich übernommen. Zunächst alle 14 Tage und dann – nachdem ich die Rente erreicht hatte – wöchentlich.

Was sind denn so die schönsten Erinnerungen?
Meistens die, wenn Kursteilnehmer sagen, sie könnten gar nicht malen und dann kommt es ganz anders. Eine Schneiderin skizzierte ihre Schnittmuster selber. Dann wagte sie sich an Spitzweg-Motive heran und gestaltete sie auch bunt. Das war sehr schön. Und für eine Kindergärtnerin aus Steele habe ich ihr Zuhause skizziert und sie hat es dann koloriert, auch eine sehr schöne Arbeit.

Aus über 20-jähriger Erfahrung: Würden Sie sagen, dass sich ehrenamtlicher Einsatz lohnt?
Natürlich, man muss nur den Mut haben, sich auch einzubringen. Ich freue mich immer noch, wenn wir im Malkreis bei schöner Musikuntermalung zusammen skizzieren und ausmalen. Ich spüre wie sehr den Menschen das Spaß macht und das ist für mich der größte Lohn.

HINTERGRUND: Ehrenamtatlas – So engagiert sich NRW

Das ist buchstäblich unbezahlbar: Die Ehrenamtlichen in NRW leisten freiwillige Arbeit im Wert von 19,14 Milliarden Euro jährlich. Das geht aus dem „Ehrenamtatlas – So engagiert sich NRW“ hervor, den WestLotto auf der Basis einer aktuellen forsa-Umfrage erstellt hat.
Warum macht sich WestLotto für das Thema stark? Die Basis: Das Lotto-Prinzip! Gelder fließen über den Landeshaushalt an gemeinnützige Organisationen, die für eine lebenswerte und vielfältige Gesellschaft sorgen. Unverzichtbar sind die vielen tausend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die sich in den Organisationen heldenhaft für ihre Mitmenschen einsetzen und deren Engagement oft unerkannt bleibt. Aus diesem Grund setzt sich WestLotto für ein starkes Lotto-Prinzip und die Stärkung des Ehrenamtes in NRW ein. Die MEIN KURIER-Redaktion stellt die Aktivposten vor Ort – ihre Sorgen, Freuden und Projekte – vor. Den Ehrenamtatlas sowie Ergebnisse und Hintergründe zur repräsentativen forsa-Umfrage finden Sie hier: www.ehrenamtatlas.de

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