Junges Team – alte Stärke: Alexander Teng ist neuer Vorsitzender der SPD in Steele

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Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Steele haben Alexander Teng zum neuen Vorsitzenden gewählt und wir haben ihm gleich drei Fragen gestellt.

Welche Themen möchten Sie jetzt als neuer OV-Vorsitzender angehen?
Man darf sich nichts vormachen – die Ortsvereine sämtlicher Parteien sind in den letzten Jahren stark geschrumpft. Der Ortsverein Steele ist da trotz der jahrzentelangen guten Arbeit einiger ehemaliger Vorstandsmitglieder keine Ausnahme. Mir als neuem Vorsitzenden war es daher wichtig, einen jungen, innovativen und engagierten Vorstand vor Ort zu etablieren. Ich möchte zuerst wieder für mehr Motivation und Mobilität innerhalb des Ortsvereins sorgen. Wir möchten unsere Mitglieder wieder mehr motivieren, auf die Straße zu gehen und für die Bürger vor Ort Politik zu machen. Außerdem haben wir noch einige tolle Ideen für Veranstaltungen auf dem Tisch, die sich aufgrund der Pandemie bis jetzt einfach noch nicht haben umsetzen lassen. Darauf können die Bürger und unsere Mitglieder also gespannt sein. Politik soll wieder ansprechend werden. Ich möchte daher der ansteigenden Verdrossenheit, besonders gegenüber der Kommunalpolitik, entgegenwirken und zeigen, welche Partei sich die letzten Jahre eigentlich wirklich um die Belange der Bürger gekümmert und nicht nur verwaltet hat.

Welchen Stellenwert hat der SPD-OV im Mittelzentrum?
Die Mitglieder der SPD sind in Steele schon immer die Kümmerer und Macher gewesen – auch wenn Funktionäre anderer Parteien es versucht und teilweise auch geschafft haben, sich unsere Erfolge auf die Fahne zu schreiben. Ohne die SPD Steele ist daher die politische Landschaft im Stadtteil unvorstellbar. Ich glaube daran, dass wir mit unserem stark verjüngten Team in der Lage sind, gerade junge Menschen in Steele wieder für politisches Mitmachen zu begeistern und die SPD Steele zu neuer Kraft und altbekannter Stärke zurückzuführen. In Bezug auf die Stadtpolitik ist es natürlich schade, in Zukunft auf das Steeler SPD-Ratsmandat des ehemaligen Vorsitzenden Hans-Ulrich Krause verzichten zu müssen. Aber wir werden zusätzlich zu unseren eigenen Lösungs- und Verbesserungsvorschlägen für unser schönes Steele auch auf die Fehler und Missstände hinweisen, die einzig und allein die regierenden Parteien in Essen zu verantworten haben. Abgesehen davon war unser persönlicher Landtagswahlkampfauftakt in der Steeler Fußgängerzone, bei dem sich auch der neue Vorstand vorgestellt hat, schon mal ein toller Einstand – wir haben auch von Nicht-Genossen positives Feedback und Glückwünsche für die Aufnahme unserer politischen Arbeit vor Ort erhalten.

Steele hat gewählt – ist damit eine Fusion mit den SPD-OV Kray und Oststadt vom Tisch?
Bevor über eine Fusion in dieser Form nachgedacht werden kann, muss zunächst die Zusammenarbeit im Bezirk weiterhin gestärkt werden. In der Vergangenheit haben wir bereits gut mit den Ortsvereinen Oststadt und Kray zusammengearbeitet und mir ist es wichtig, die gesunde Basis, auf der diese Zusammenarbeit aufbaut, definitiv weiter zu festigen. Fakt ist, dass große Ortsvereine eine austerbende Art sind: Was daher die Zukunft generell für politische Ortsvereine bringt, lässt sich auch von mir als Politikwissenschaftler nur spekulieren. Für den Anfang wäre es definitiv weiterhin hilfreich, im Bezirk VII als Dreigespann aufzutreten und die individuelle Stärke jedes Ortsvereins auszuspielen.
Das Interview führte Detlef Lewex

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