CDA-Essen will Mobilität der Auszubildenden stärken

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Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt: Zuletzt fehlten geeignete Bewerber für rund 69.000 Ausbildungsplätze, gleichzeitig suchten 23.000 Jugendliche vergeblich einen Ausbildungsplatz. In Essen ist die Lage noch dramatischer. Hier kamen zum Stichtag 3.840 Bewerber 3.400 Stellen. Das bedeutet, dass sich die Zahl der Unversorgten in Essen in den letzten 10 Jahren sogar vervierfacht hat, von damals 100 auf jetzt 400. Gerade in wirtschaftsstarken Regionen wie in Essen fehlen diese jungen Menschen in den Betrieben. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist dabei eine der größten Hürden, um eine Ausbildung zu beginnen.

Hürde: bezahlbarer Wohnraum

„Wir müssen die Mobilität unserer Auszubildenden stärken”, fordert Thomas Ziegler, Vorsitzender der CDA Essen. ”72 Prozent der Azubis wohnen aktuell bei ihren Eltern oder Verwandten. Nicht jeder kann es sich bei den hohen Wohnkosten und den anfangs kleinen Auszubildendengehältern derzeit leisten, sich auch weiter entfernt nach offenen Ausbildungsplätzen umzuschauen. Wir wollen das ändern. Mehr junge Menschen sollen sich einen Ausbildungsplatz fernab ihres Elternhauses leisten können. Deshalb setzt sich die CDA in Essen für den flächendeckenden Ausbau von Auszubildendenwohnungen ein. Nur durch verbesserte Rahmenbedingungen können die regionalen Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt und der Fachkräftemangel langfristig gelöst werden“, erklärt Ziegler.