Die EBB/FDP-Fraktion begrüßt, dass die Stadt Essen mit einer Machbarkeitsstudie den Neubau einer Ballsporthalle prüft, sieht im vorgelegten Zwischenbericht jedoch erheblichen Klärungsbedarf. „Eine moderne Ballsporthalle ist grundsätzlich sinnvoll und notwendig“, erklärt Ratsherr Heiko Müller, sportpolitischer Sprecher der EBB/FDP-Fraktion im Rat der Stadt Essen. „Angesichts eines Kostenrahmens von 60 bis 65 Millionen Euro müssen Größe und Kapazität aber zum tatsächlichen Bedarf einer Metropole im Ruhrgebiet passen.“
Kritik an zu wenig Kapazität
Kritisch bewertet die Fraktion insbesondere die geplante Kapazität von rund 4.500 Plätzen. Für perspektivischen Spitzensport im Handball oder Basketball sei diese Größe erneut zu klein gedacht. Als Beispiel führt die EBB/FDP-Fraktion die künftigen Lizenzanforderungen der ersten Basketball-Bundesliga an: Ab 2032 müssen Hallen mindestens ein Prozent der Einwohnerzahl fassen – für Essen also mindestens 6.000 Plätze.
„Die ETB Miners spielen derzeit noch in der Pro B, stehen aber kurz vor dem Aufstieg in die Zweite Basketball-Bundesliga Pro A. Setzt sich diese positive Entwicklung fort, ist auch ein Bundesliga-Aufstieg perspektivisch vorstellbar. Es wäre fatal, wenn sportlicher Erfolg am Ende an einer nicht bundesligatauglichen Halle scheitert“, warnt Müller.
Die EBB/FDP-Fraktion spricht sich zugleich klar für den Neubau einer Eissporthalle aus, hält dabei auch eine Kombination von Eis- und leistungsorientiertem Ballsport in einer Halle für nicht realistisch. Insgesamt fordert die Fraktion für die weiteren Planungen eine ehrliche Überprüfung der Hallengröße, eine realistische Wirtschaftlichkeitsbewertung, eine klare Trennung von Ballsportarena und Eissporthalle sowie ein belastbares Standort- und Verkehrskonzept.




