Bis auf den Winterurlaub ist für viele jetzt die Feriensaison so gut wie vorbei. Da kommt immer wieder die Frage auf: Soll ich mir eine Ferien-Immobilie an meinem Lieblingsurlaubsziel zulegen? Ist das noch ein Trend oder kalter Kaffee?
Immobilienexperte Uwe Lehn: Seit Jahrzehnten gibt es Menschen, die den Wunsch nach einer eigenen Immobilie an ihrem Lieblingsurlaubsort haben. Diesen Wunsch haben auch heute noch viele Urlauber, die nicht jedes Jahr neue Ziele erkunden möchten, sondern deren Lieblingsurlaubsziel quasi schon zur zweiten Heimat geworden ist. Dank steigender Unterkunftspreise kommt hier natürlich der Gedanke auf, ob eine eigene Immobilie Sinn macht und realisierbar ist, vor allem für diejenigen, die nicht nur drei Wochen im Jahr dort verbringen möchten oder können.
Das Ferien-Haus oder die -Wohnung selbst nutzen und ansonsten vermieten – geht so eine Rechnung überhaupt auf?
Eine teilweise Vermietung kann aus Renditeaspekten interessant und rentabel sein. Die Rechnung kann aufgehen, wenn sich durch die Mieteinnahmen die Ferienimmobilie als Anlageobjekt rechnet. Allerdings sind bei solchen Kaufangeboten die Eigennutzungsmöglichkeiten meistens zeitlich begrenzt, die eigene Immobilie lässt sich nur nutzen, wenn sie nicht vermietet ist. Mitunter muss der Eigentümer seine Urlaubstermine nach der Belegung planen. Zudem sind Kosten für das Vermietungsmanagement zu berücksichtigen. Geht man das Thema als Kapitalanleger an, sind solche Modelle nicht uninteressant. Größtmögliche Freiheit und Flexibilität, vor allem aber auch Privatsphäre, bietet aber nur die selbstgenutzte Immobilie.
Insiderwissen vor Ort nutzen
Inwieweit kann ein deutscher Makler beraten, wenn es um eine Immobilie im Ausland geht?
Es gibt zahlreiche deutsche Maklerbüros, die qualifiziert und zuverlässig auch im Ausland tätig sind, allerdings meistens über dortige Franchise-Partner. Ich würde ohne Wenn und Aber den Kontakt zu einem ortsansässigen Immobilienmakler am Lieblingsurlaubsort bevorzugen. Er ist mit den Örtlichkeiten bestens vertraut und kennt sich auch mit rechtlichen Belangen dort besser aus. Weiterer Vorteil ist, dass der ortsansässige Makler mit kürzeren Wege vor Ort flexibler unterwegs ist und auch Insiderinformationen hat, die aus der Distanz nicht zu erlangen sind.







