Sinkende kommunale Spielräume und steigende Kosten für Personal, Energie und Infrastruktur setzen die Kultur zunehmend unter Druck. Beim ersten Grünen Salon Essen der Heinrich Böll Stiftung NRW diskutieren Vertreter aus Kulturverwaltung, freier Szene und öffentlichen Institutionen, wie Kulturpolitik unter diesen veränderten Bedingungen ihre gesellschaftliche Relevanz sichern kann.
Die Debatte um schrumpfende öffentliche Mittel verkürzt sich oft auf die Verteilungsfrage – dabei stehen geförderte Kulturinstitutionen und freie Szene keineswegs automatisch gegeneinander, auch wenn ihre Ausgangslagen sehr unterschiedlich sind: Kürzungen treffen die freie Szene meist direkter, während öffentliche Institutionen zwar solider finanziert sind, aber unter immer engeren Bedingungen arbeiten. Der Grüne Salon fragt, wie beide Bereiche vor diesem Gegeneinander bewahrt werden können und welche kulturpolitischen Strategien Kultur ihre gesellschaftliche Relevanz sichern.
Es diskutieren Muchtar Al Ghusain, Kulturdezernent der Stadt Essen, Gemma Russo-Bierke, Geschäftsführerin des Grend e.V. und Vorständin des Essener Kulturbeirats, Babette Nierenz, Intendantin der Philharmonie Essen, sowie Holger Zebu Kluth, Rektor der Folkwang Universität der Künste. Die Moderation übernimmt der Kulturjournalist Stefan Keim. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten aus Kultur, Politik und Stadtgesellschaft. Der erste Grüne Salon Essen findet am Dienstag, 15. September, um 19 Uhr in der Heiligen Schutzengel Kirche, Auf der Litten 69, Essen-Kray, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.




