0.5 C
Essen
15. Februar 2026
- Werbung -spot_img

Redaktion: 0177/7059805 · redaktion@mein-kurier.ruhr Anzeigen: 0176/72859323 · anzeigen@mein-kurier.ruhr Zustellung: zustellung@mein-kurier.ruhr

Das Stadtprinzenpaar „lebt“ den Karneval in Essen

Tanja Lens und Sascha Sebregondi regieren als Prinzenpaar der Session 2025/2026 die Jecken in Essen. Wir haben mit ihnen über ihren Weg zur Proklamation und ihre bisherigen Erlebnisse in den Sälen und auf den närrischen Bühnen der Stadt gesprochen.

Im 99. Jubiläumsjahr eurer Heim-GKG Fidelitas Essen-Kray seid ihr das Prinzenpaar. Wie fühlt sich eure bisherige Regentschaft an?
Unbeschreiblich schön. Es ist mehr als nur Karneval – es ist ein Gefühl, das tief ins Herz geht. Überall begegnen uns offene Arme, strahlende Gesichter und so viel Herzlichkeit. Wir lernen täglich neue Menschen kennen und spüren, wie sehr diese Zeit verbindet. Zu erleben, dass wir mit unseren Auftritten Freude schenken dürfen, erfüllt uns mit tiefer Dankbarkeit.

Mal ehrlich: Ist das närrische Freude pur oder manchmal auch echter Terminstress?
Es ist pure, ehrliche Freude. Natürlich sind die Tage lang und der Kalender ist voll – aber dieser „Stress“ fühlt sich nicht wie Belastung an. Er fühlt sich lebendig an. Wenn wir auf der Bühne stehen, unsere Lieder singen und in glückliche, lachende Augen blicken, fällt jede Müdigkeit von uns ab. Uns ist dabei eines besonders wichtig: Wir wollen Menschen zusammenbringen – nicht nur im Karneval. Unsere Welt draußen ist oft durcheinander. Wenn wir es schaffen, über den Karneval hinaus Offenheit, Freundlichkeit und Zusammenhalt zu leben, dann haben wir wirklich etwas bewegt.

Wie wichtig ist euch die Unterstützung aus Familie und Freundeskreis?
Ohne unsere Partner wäre diese Reise nicht dieselbe. Sie stehen bedingungslos hinter uns, fangen uns auf, motivieren uns und begleiten uns Schritt für Schritt. Sie gehen diesen Weg gemeinsam mit uns – und machen ihn dadurch noch wertvoller.

Tanja, du bist seit vielen Jahren Teil der Fidelitas-Familie. Was bedeutet es dir, jetzt Prinzessin Assindia Tanja I. zu sein?
Für mich geht ein echter Herzenstraum in Erfüllung. Die Fidelitas ist ein Teil meines Lebens, meiner Familie und meines Herzens. Als Prinzessin Assindia auf der Bühne zu stehen – gerade im 99. Jubiläumsjahr unserer Heimatgesellschaft – ist ein Moment, den ich niemals vergessen werde. Es ist pure Dankbarkeit, Stolz und tiefe Liebe zum Karneval in einem einzigen Gefühl.

Sascha, du bist frisch ernannter Ehrensenator und nun Prinz Karneval. Wie erklärst du dir diesen Weg?
Ich bin vor drei Jahren Ehrensenator der Fidelitas geworden – das allein war für mich schon eine ganz besondere Ehre. Bis heute kann ich kaum fassen, was daraus entstanden ist. Es war nie mein Ziel, Essener Stadtprinz zu werden, obwohl der Karneval immer ein Teil meines Lebens war. Mein Opa und mein Vater waren bereits Prinzen in Walsum. Dass sich nun ein Kindheitstraum erfüllt hat, ist überwältigend. Essener Stadtprinz zu sein, war nie geplant, nie gedacht – und genau deshalb ist es so emotional und so besonders.

Wie seid ihr als Prinzenpaar zusammengekommen?
Das Festkomitee Essener Karneval hat uns unabhängig voneinander gefragt, ob wir uns dieses Amt vorstellen können – passend zum Jubiläumsjahr unserer Heimatgesellschaft. Wir durften vorab nicht miteinander darüber sprechen. Jeder von uns hat diese Entscheidung für sich im Herzen getroffen, natürlich in enger Absprache mit unseren Partnern. Erst danach wurden unsere Wege offiziell zusammengeführt. Heute wissen wir: Es war genau richtig so. Für diese Möglichkeit möchten wir uns herzlich beim Festkomitee Essener Karneval bedanken.

Welche Highlights der Session berühren euch besonders?
Der Rosenmontagszug in Rüttenscheid und der Umzug in Kupferdreh am Tulpensonntag sind echte Herzensmomente. In strahlende Kinderaugen zu schauen, Kamelle zu werfen und dieses Glück hautnah zu erleben – das geht direkt unter die Haut.
Doch eigentlich ist jede Veranstaltung ein Highlight: Ob Seniorennachmittag, Galasitzung, Schulbesuche oder die kleine Bühne. Wir wollen allen Menschen Freude schenken – egal woher sie kommen, welchem Verein sie angehören, wen sie lieben oder welches Handicap sie haben. Für uns sind alle Menschen gleich. Karneval ist Liebe, Toleranz und Gemeinschaft. Karneval verbindet.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei – wird der Abschied schwer?
Ja, ganz sicher. Aber daran denken wir jetzt noch nicht. Unser Herz schlägt im Hier und Jetzt. Wir wollen lachen, verbinden und Hoffnung schenken. Denn nur gemeinsam können wir unsere Stadt bewegen.
Und ganz vorbei ist es ja nicht: Es folgen Sommertermine, Schützenfeste, die Sessionseröffnung am 11.11. und schließlich die Entthronisierung am 14.11., wenn wir voller Stolz dem neuen Prinzenpaar gratulieren dürfen. Foto: Janz

- Werbung -spot_img

Letzte Artikel