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19. August 2022
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Sportunfall: Was ist zu tun? EXPERTEN-RAT des Physiotherapeuten/Heilpraktikers André Possél

Er kann immer passieren – egal, welche Sportart man ausübt: der Sportunfall. Als Unfall bezeichnet man ein plötzliches und von außen „einwirkendes Ereignis“, bei dem eine Person unfreiwillig einen „Körperschaden“ erleidet. Ungenügendes Aufwärmen, übertriebener Ehrgeiz oder auch einfach Pech – vor einem Sportunfall ist niemand gefeit.
Im Anschluss an einen Sportunfall gilt die sogenannte „PECH“-Regel: Pause-Eis- Compression-Hochlagern. Nach einem Sportunfall kommt es auf jede Minute an. Es empfiehlt sich nicht, nach einer Verletzung die „Zähne zusammenzubeißen“ und weiterzumachen – im Gegenteil: oft droht eine Verschlimmerung der Beschwerden und in der Folge eine verzögerte Heilung. Die verletzten Körperteile sollten „Pause“ haben und frühestens wieder belastet werden, wenn im Ruhezustand Schmerzfreiheit besteht. Sie sollten gekühlt (Eis) werden, so dass sich Blutgefäße zusammenziehen und so weniger Flüssigkeit ins Gewebe austreten kann. Druck (Compression) von außen kann Schwellungen vermindern und Schmerzen lindern. Eine elastische Binde mit leichter Spannung ist ideal. Indem der verletzte Arm oder das verletzte Bein hochgelagert werden, verringern sich Blutung und Schwellung und der Rücktransport von Gewebeflüssigkeiten wird gefördert. Insgesamt lässt sich sagen: Schnelle Selbsthilfe ist gut, hat aber auch Grenzen. Bei starken bzw. anhaltenden Schmerzen ist es ratsam, einen Experten hinzuzuziehen. Insbesondere ist es wichtig in Ruhe zu rekonstruieren, wie es zu dem Unfall gekommen ist. Nicht alle Sportverletzungen benötigen eine invasive Behandlung (operativ). Die meisten Verletzungen lassen sich konservativ durch Physiotherapie und physikalische Maßnahmen behandeln und begleiten.

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